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Recht ist eine Ortschaft in der Deutschsprachigen
Gemeinschaft Belgiens und Ortsteil der Stadtgemeinde Sankt Vith. Recht zählt
1.336 Einwohner in der Ortsgemeinde (Angabe Stand 31. Dezember 2015). Recht ist
der am weitesten westlich gelegene Ort der Stadtgemeinde St. Vith und des
gesamten Kantons. Das Dorf liegt relativ isoliert in einer dünn besiedelten
Region. Die Umgebung ist unmittelbar um die Ortslage herum durch
landwirtschaftliches Grünland und im weiteren Umfeld durch ausgedehnte Wälder
geprägt. Der Rechterbach, ein linker Nebenfluss der Amel, fließt westlich des
Ortskern in nördlicher Fließrichtung. Rund zweieinhalb Kilometer östlich des
Ortskerns liegt das Gewerbegebiet Kaiserbaracke, direkt an der Ausfahrt der
Autobahn 27. Der Name des Dorfes wurde erstmals 678 erwähnt. Ab dem 14.
Jahrhundert bildete Recht eine eigene Meierei innerhalb der Herrschaft St.
Vith. Recht wurde vom 17. bis Anfang des 20. Jahrhunderts von der
Blausteinverarbeitung geprägt. Die Steinmetze sorgten für einen
wirtschaftlichen Aufschwung des Dorfes. Dabei erlangte Recht überregionale
Bekanntheit durch den Rechter Blaustein. Dieser bläuliche Schiefer wurde dort
zunächst im Übertagebau und ab 1880 im Untertagebau gewonnen. Vor dem Ersten
Weltkrieg war das am südöstlichen Ortsrand gelegene Bergwerk erschöpft und
wurde geschlossen. Seit dem 18. Mai 2007 ist es wieder als Besucherbergwerk
geöffnet. Recht war bis zur belgischen Gemeindereform 1977 eine eigenständige
Gemeinde.