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Vor 75 Jahren, am 10. Mai 1940, haben deutsche Soldaten das Fort von Eben-Emael am Albert-Kanal südlich von Maastricht gestürmt und innerhalb kürzester Zeit erobert. Damit begann in Belgien der Zweite Weltkrieg. Am Wochenende des 30. und 31. Mai 2015 wurde der Angriff nachgestellt, inklusive Segelflieger und Explosionen. Über 3.000 Menschen fanden sich am bzw. auf dem Dach des Forts von Eben-Emael ein, um dort an einer sogenannten Reenactment-Veranstaltung teilzunehmen. Genauer handelte es sich um die nachgestellte Erstürmung der Anlage vor 75 Jahren, inklusive Segelflieger (leider neuerer Bauart) und Explosionen (Hohlladungen an der Panzerkuppel und an einer PAK der Kasematte) beizuwohnen. Die Zuschauer wurden vom Haupteingang über die durch den Wildwuchs angelegte Treppenanlage auf das Dach des Forts geleitet. Auf dieser großen Fläche, auf der die Zuschauer durch ein Absperrband von der „Kampfzone“ abgetrennt wurden, fand das Nachstellen der Einnahme statt. Die belgischen Soldaten hielten ihre Stellung und waren nichtsahnend, als der Angriff der deutschen Fallschirmjäger, die von den Lastenseglern auf das Fort abgesetzt wurden, begann. Völlig überrascht und waffentechnisch völlig unterlegen, konnten die Deutschen die Stellungen im Außenbereich des Forts einnehmen und die sogenannten Hohlladungen (eine völlig neue Waffe der Deutschen) an der Panzerkuppel sowie an den Geschützen der Kasematten anbringen. Diese Hohlladungen setzen alles durch eine heftige Explosion außer Gefecht. Danach nahmen die deutschen Fallschirmjäger die belgischen Stellungen ein und nutzten beim einsetzenden belgischen Artilleriebeschuss auch die sicheren gerade eingenommenen Bunker. Mehrere belgische Gegenangriffe wurden zunichte gemacht und die Belgier mussten sich immer wieder zurückziehen. Nach der nachgestellten Gefangennahme und dem damit verbundenen Ende der Veranstaltung posierten die Darsteller noch für die Fotografen und das Publikum. Abschließend konnten diejenigen, die vorher eine Tour reserviert hatten, das Innere des Forts erkunden, natürlich unter fachmännischer Leitung der Ehrenamtlichen des Forts.
















